Kinofest Lünen

Kürzlich gaben die Cineworld-Betreiber Meinolf Thies und Lutz Nennmann bekannt, dass Sie die Veranstalter-Rolle beim Kinofest Lünen übernehmen, um die Zukunft des Festivals zu sichern. Nun gaben die beiden Kinomacher in der Cineworld im Rahmen eines Pressetermins mit Medienvertretern erste Informationen bekannt, die das Kinofest 2021 betreffen.

Das Festival behält seinen Namen mit dem Untertitel „...feiert deutsche Filme!“ und startet am Abend des 23. November, einem Dienstag. Der Pandemie geschuldet gibt es keine Eröffnungsfeier, aber einen Sektempfang und anschließend im großen Saal den Eröffnungsfilm in Anwesenheit von Gästen. An den folgenden drei Festival-Tagen startet das Programm mit deutschen Filmen jeweils um 16 Uhr. Am Freitagabend wird im Rahmen der bewährten Kurzfilmnacht schließlich die Preisverleihung vorgenommen. Am Samstag folgen noch drei Matinee-Vorstellungen, so dass das Programm trotz des wegen Corona modifizierten Ablaufs dem Publikum an fünf Tagen über 20 neue Filme bietet.

Aus „Kinofest plus“, dem Kinofest-Angebot für Schulklassen an den Vormittagen, wird namentlich „Kinofest für Kinager“. Man bedient sich bei der Namensgebung bei dem in der Cineworld etablierten Begriff für die Besuchergruppe der unter Sechzehnjährigen. Das Wortspiel vereint „Kids“ und „Teenager“.

Lutz Nennmann (Kinofest-Veranstalter & Cineworld-Betreiber), Max Biela (Operative Kinofest-Leitung & Assistent der Geschäftsführung), Meinolf Thies (Kinofest-Veranstalter & Cineworld-Betreiber), Sonja Hofmann (Festival-Leitung).

Das Programm wird von einer neuen Festivalleitung verantwortet: Sonja Hofmann, die sich bei dem Pressetermin in der Cineworld persönlich vorstellte, kommt aus Köln und ist die Geschäftsführerin des Filmbüro Nordrhein-Westfalen und als Programmkuratorin, Moderatorin und Mitveranstalterin mehrerer Filmfestivals in dem Metier mehr als zuhause und in der Szene bestens vernetzt. Sie übernimmt die künstlerische Leitung von Mike Wiedemann, der sich aus persönlichen Gründen dazu entschlossen hat, die Verantwortung an seine Nachfolgerin zu übergeben. 

Bei den Preisen wird es nicht nur in diesem Jahr eine spürbare Straffung in der Ausgestaltung geben. Im Sinne einer gewissen Kurzweiligkeit auch bei einer Preisverleihung möchten die neuen Initiatoren neue Wege gehen. So wird es den Planungen zufolge in diesem Jahr vier Preise geben, ab nächstem Jahr voraussichtlich fünf Preise - beim bislang letzten Kinofest in 2019 waren es noch 11! Zukünftige Gewinner der Kinofestpreise dürften sich allerdings freuen, denn jede einzelne Auszeichnung ist ab diesem Jahr höher dotiert. Mit der „Lüdia“, dem Publikumspreis, wird nun ein Preisgeld von 15.000 € verbunden sein (bisher 10.000 €). Mit dem Jury- Kinderfilmpreis „Rakete“ gibt es jetzt 5.000 € statt bisher 3.000 €. Statt eines zweigeteilten Kurzfilmpreises mit je 1.600 € gibt es einen Preis, der mit einem 3.000 €-Scheck verbunden ist. Und der von einer Jury vergebene „Schauspielpreis für die beste Darstellung“ steigt im Euro-Wert von 2.500 € auf 3.000 €. Die vier Preise vereinen also ein Preisgeld von 26.000 € auf sich. Bei den 11 Auszeichnungen in 2019 waren es in Summe rund 30.000 €. Mit der Einführung des fünften, inhaltlich ganz neuen Preises ab 2022 plant man dann die bisherige Summe der Preisgelder spürbar zu überschreiten.

Meinolf Thies und Lutz Nennmann werden das Kinofest nicht mit ihrer „Nennmann & Thies Kinobetriebs GmbH“ veranstalten, mit der sie die Cineworld betreiben, sondern mit der extra dafür neu gegründeten Gesellschaft „Nennmann & Thies Festival UG“. Hintergrund sei das Ziel, bezüglich aller Einnahmen und Ausgaben eines jeden Kinofestes speziell allen Förderern und Sponsoren eine klare Transparenz über die Finanzsituation zu geben. So sei vorgesehen, dass etwaige Überschüsse, sollte es welche geben, direkt dem Budget des nachfolgenden Kinofestes zugutekommen. Im Falle eines Defizites springen die Cineworld-Betreiber ein. Übrigens ist die Film- und Medienstiftung NRW auch in diesem Jahr Förderer des Kinofestes Lünen!

Während Sonja Hofmann die Festivalleitung übernimmt und so den künstlerischen Bereich verantwortet, wird Max Biela, langjähriger Assistent der Geschäftsführung, die Rolle der „Operativen Kinofest-Leitung“ innehaben und die Geschicke der Veranstaltung mit allen Abläufen lenken.

Die Lüner Kinomacher werden weitere Veränderungen vornehmen, die Ihrer Philosophie folgen, mit der sie seit 2003 in Lünen aktiv sind: „Kino machen, wie das Publikum es will!“. Nach diesem Leitsatz agierend soll auch beim Kinofest vermehrt der Service in den Vordergrund rücken. Zwei Änderungen dies bezüglich wurden nun bereits bekannt gegeben:

Es wird fest buchbare Sitzplätze geben statt freier Platzwahl, so wie in der Cineworld seit vielen Jahren üblich. Das entspanne die Einlasssituation für die Gäste enorm, denn die Pulk-Bildung vor dem Saaleingang und das Gedränge um eigene Wunschplätze im Saal entfalle damit völlig.

Weiterhin wird der Vorverkauf an den ersten fünf Tagen exklusiv online stattfinden. Erst ab dem sechsten Verkaufstag werden die Tickets auch an den Kinokassen erhältlich sein. Hintergrund: das Kinofest zieht auch ein größeres Publikum aus dem Umland an, das weitere Anfahrtswege hat. Um allen Gästen, also auch denen, die nicht aus Lünen kommen oder aus anderen Gründen bei einem Vorverkaufsstart nicht im Kino sein können, die gleiche Möglichkeit einzuräumen, Wunschtickets zu bekommen, haben beim Online- Verkauf alle Käufer von überall den gleichen Zugriff. Ab wann das der Fall sein wird, wurde auch schon mitgeteilt: der Online-Verkauf startet am 1. November. Am 6. November ab 11 Uhr -einem Samstag-, werden die Kinokarten dann auch an den Kinokassen verkauft.

Das Kinofest hat nun eine neue Internetadresse. Auf www.kinofest.film wird es ab jetzt und fortlaufend mehr Informationen geben. Ab sofort keine News verpassen: Jetzt zum Newsletter anmelden!